Meditatives Achtsamkeitstraining


HSP haben umfangreiche und intensive Sinneseindrücke zu bewältigen, das ist mit viel Anstrengung verbunden. Schnell wird ihnen alles zu viel und ihre Sinne verlangen nach Rückzug. Bevor sie gelernt haben, sich in ihrer Wahrnehmung zu entspannen und diese für sich arbeiten zu lassen, behalten oft Unruhe, Stress, Erschöpfung und innere Zerrissenheit die Oberhand. Eine HSP-gerechte Alltagsgestaltung wird unentbehrlich. Sie steigert die Lebensqualität.

 

Ein kraftvolles Mittel, um den täglichen Herausforderungen der Hochsensibilität zu begegnen, ist das meditative Achtsamkeitstraining. Achtsamkeit ist ein mentaler Zustand von Bewusstheit, Offenheit und Fokussiertheit und ist eine grundlegende Fähigkeit des menschlichen Geistes. Als Haltung in den Alltag integriert, verleiht Achtsamkeit Gedankenstille und Wissensklarheit. Sie ist absichtslos und beobachtet, ohne zu werten und verändern zu wollen. Wer achtsam lebt, betrachtet das Geschehen mit Gelassenheit.

 


Sich neu besinnen und die innere Ruhe wiederfinden. Durch die Meditationspraxis stellen sich Leichtigkeit und ein beglückendes Wohlgefühl ein, das uns den ganzen Tag hindurch trägt und behutsam den Weg zu unserer inneren Ruhe weist. In Gruppenmeditationen fliesst die Energie besonders stark, was dem Auftanken noch mehr Fülle und Qualität verleiht. Die Meditationsprozesse können vom Einzelnen nach Belieben erweitert und vertieft werden, allein, zu zweit oder in Gruppen. Auf physiologischer Ebene beeinflusst eine regelmässige Meditationspraxis unsere Hirnströme positiv und stabilisiert unser Nervensystem.

 

Tief durchatmen und sich in Gelassenheit fallen lassen. Es geht nicht darum, irgendwo anzukommen und sich dort statisch zu verwurzeln, sondern vielmehr im Fluss der inneren Wonne zu verweilen und von Augenblick zu Augenblick behutsam, freudvoll und entspannt mit sich selber und seiner Umwelt umzugehen und Frieden zu schliessen. Meditation ist ein fortlaufender Prozess der wunderbare Weg mutiger Seelen, die ihn achtsam beschreiten. Meditation wie ich sie verstehe ergänzt stets das voll engagierte Leben und versteht sich nicht als Realitätsflucht oder weltfremdes Abheben.

 

Von der inneren Stärke getragen sein. Mit dem meditativen Achtsamkeitstraining eröffnet sich für uns eine neue Dimension, die das gewöhnliche Wahrnehmungsvermögen übersteigt. In der Ruhe angelangt, fangen wir langsam an, Dinge zu entdecken, die uns sonst verborgen bleiben. Die vielen Ressourcen, die in uns schlummern, kommen zum Vorschein. Durch die meditative Stille erschliesst sich uns die Quelle unseres Selbstbewusstseins. Wir spüren den gefestigten Wesenskern in unserer Mitte, der uns Wurzeln gibt und unser Selbstvertrauen stärkt. Innere Ruhe, Unabhängigkeit und ein Gefühl von Freiheit stellen sich ein.

Auch in schwierigen Situationen sich selbst steuern. Durch die geübte Achtsamkeit und die Fokussierung, die wir durch das Meditieren erlangen, vermögen wir uns in stimmiger Weise selbst zu steuern. Die daraus erwachsende Kraft und Konzentration befähigen uns, uns der äusseren Realität mit einer klaren Selbstverständlichkeit zu widmen. Wir hören auf, uns in Abhängigkeiten, Unsicherheiten und Ängsten zu verstricken, weil wir wissen, wer wir wirklich sind. Wir sind nun fähig, in anspruchsvollen Situationen die Übersicht zu behalten und konstruktiv und kreativ zu denken. Deutlich sehen wir unseren Weg, unser Handeln steht im Einklang mit unseren Gedanken und Absichten. Wir sind hoch motiviert und aufmerksam im Sein und Tun. Das wirkt sich positiv auf den Verlauf unseres Lebens aus.

 

An Ausstrahlung gewinnen. Wir entdecken eine Verbundenheit, die uns trägt und beflügelt. Wir sind erfüllt von Sinnhaftigkeit und erleben eine starke innere und äussere Präsenz. Unsere Ausstrahlung gewinnt an Charisma, wir wirken anziehend auf unsere Umwelt. Unsere Haltung und die Essenz unserer einzigartigen Vielfalt fangen an, sich in unserem Leben zu manifestieren.